Wenn ich Ihnen erzähle, dass ich für mein Leben gerne Rinderrippen esse, werden Sie mich, sofern Sie nicht eingeweiht sind, wohl für bekloppt halten. Hierzulande werden Rinderrippen ja auch ausschließlich als Suppenfleisch verwendet. Zugegeben, eine Rindersuppe ist schon etwas Leckeres. Aber kaum jemand kommt auf den Gedanken, damit etwas anderes zuzubereiten. Dabei haben schlaue Leute schon früh festgestellt, dass das zähe Fleisch, das normalerweise in der Suppe landet, zur Delikatesse werden kann, wenn man es langsam und bei niedriger Temperatur gart. Eigentlich passiert in der Suppe ja auch nichts anderes.
Letztlich ist das amerikanische Barbecue von der verarmten schwarzen Südstaaten-Bevölkerung erfunden worden, um das billige zähe Fleisch , das sie sich nur leisten konnten, zart zu bekommen. Das geht nicht nur mit Rinderippen, auch die Rinderbust (Brisket) ist ein BBQ-Klassiker. Auch das Schwein hat allerhand Barbecue-fähiges zu bieten, man denke nur an die auch hier bekannten Spare Ribs. Mittlerweile hat das Barbecue das Stadium des Arme-Leute-Essens aber weit hinter sich gelassen und wird auch in Deutschland immer beliebter.
Eigentlich ist es ganz einfach: Ein Stück Rinderrippe wird mit einer Gewürzmischung eingerieben (”gerubbt”) und im Smoker bei 100° bis 120°C gegart. Dies kann entweder mit Holz geschehen, wobei noch ein deutlicher Räucher-Geschmack hinzukommt, mit Holzohle, oder mit einer Kombination beider Brennstoffe.
Im Gegensatz zu Steaks oder Roastbeef werden die Rippen aber “gut durch” gegart, bis zu einer Kerntemperatur von 80°C oder mehr. Erst so bekommen sie die erwünschte Konsistenz, die im Idealfall gleichzeitig zart, bissfest und saftig ist. Je nach Größe des Fleischstückes kann das einige Stunden in Anspruch nehmen.

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Das war wirklich lecker!