Zwei der neuen “First Growth” Wein-Finishes von Bruichladdich. Die Kreativität dieser Destille ist schon erstaunlich, Abfüllung um Abüllung wird auf den Markt geworfen. Aber wenn die Qualität stimmt… schaunwermal:
Bruichladdich Cuvée C – Chateau Margaux 1992/2008 – 46%
Farbe: Cognac
Geruch: wie ein Glas Rotwein, mittelstark
Geschmack: süß, der Wein ist spürbar, aber nicht so stark wie in der Nase, durch die Süße eher in Richtung Portwein, etwas Holz-Würze. Könnte in einer Blindverkostung für einen Armagnac durchgehen.
Abgang: mittellang, es bleibt eine trockene Süße zurück
Fazit: Nicht schlecht, aber für mich etwas zu süß. 80/100
Bruichladdich Cuvée E – Chateau d’Yquem 1992/2008 – 46%
Farbe: Goldgelb, wie ein Sauternes
Geruch: Honig, leicht würzig
Geschmack: süßer als der Margaux, aber deutlich stärkerer Holzeinfluss, der Honig bleibt, schwache Zitrusnoten. Trotz der Süße eher als Whisky erkennbar, was wohl am Holz liegt (Tannin).
Abgang: mittellang, wieder die trockene Süße, zum Schluss fast schon etwas pfeffrig
Fazit: Diese Kombination von süß und holzig liegt mir nicht bes0nders. 74/100
Sicher nicht jedermanns Geschmack. Wer einen typischen Islay-Whisky sucht, sollte die Finger von dieser Serie lassen, aber das war ja eigentlich schon von vornherein klar. Es aber wird sicher einige geben, die darin baden könnten.