Ja was ist denn nun eigentlich Mampfologie?

by admin on 23.7.2009

Das Motto dieses Blogs lautet ja “Das Streben nach dem bestmöglichen Geschmackserlebnis”. Da wird sich vielleicht so mancher Leser bereits gefragt haben, warum ich denn nicht über Jakobsmuschelsoufflée an tomatisiertem Cassis-Espuma schreibe sondern über Pasta, Suppenfleisch und Zwiebeln.

Es gibt dafür einen einfachen Grund: Obwohl ich leidlich gut kochen kann, reichen meine Fähigkeiten doch nicht aus, Kreationen hervorzubringen, die eines Sterne-Restaurants würdig sind. Aber einfach Rezepte nachzukochen und sie hier zu präsentieren hat mir zu wenig Originalität. Und da ich mir auch nicht den wöchentlichen Besuch im Tantris leisten kann, verzichte ich lieber auf Erfahrungsberichte über diese hohen Häuser.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die Mampfologie beziehlt sich bewusst auf den Alltag und nicht darauf, so viel Geld wie möglich für Luxus-Produkte und -Gastronomie auszugeben. Wenn man sich etwas näher mir der täglichen Kocherei beschäftigt, kann man unglaublich viele Dinge entdecken, die den Genuss im täglichen Leben steigern können.

Auch wenn es eine flapsige Wortschöpfung ist, geht es mir doch um eine relativ ernste Sache. Allzu oft wird nur gegessen, um satt zu werden. Im Supermarkt sehe ich, wie sich die Fertiggerichte in den Einkauswägen stapeln. Zuhause holt man sich dann die Pizza aus dem Ofen und schaut sich beim Essen “Das perfekte Dinner” im Fernsehen an.

Natürlich hat man nicht immer zwei Stunden Zeit für die Zubereutung eines Schweinebrates zur Verfügung. Aber es gibt auch so viele Möglichkeiten, schnell etwas Leckeres zuzubereiten, dass die Tiefkühlpizza die absolute Ausnahme bleiben sollte.

Und Hausmänner und -frauen und dieser Welt, lasst euch eines sagen: Mit Bolognese-Fix kommt die Bolognese keine Minute schneller auf den Tisch als ohne!

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