Viele fortgeschrittene Grillsportler rümpfen ja etwas die Nase über Schweinenacken. “So was Banales kommt mir nicht in meine Lok”, sagen sie. Sie haben eigentlich auch gar nicht so unrecht, man kann ja wirklich viele verschiede andere Fleischsorten so lecker im Smoker zubereiten.
Aber kaum ein Stück Fleisch ist so vielseitig wie Halsgrat, und deshalb wird es eben immer wieder gerne verwendet.
So habe auch ich mich wieder einmal dazu hinreißen lassen. Es gab ein Brunch-Büffet zu bestücken, da war mir das à-la-minute-Grillen dann doch etwas zu unpraktisch. Deshalb habe ich mich entschlossen, am Vortag zu grillen, um einen kalten Braten als Aufschnitt zu haben.
Der Schweinenacken (bei mir war es ein halber von ca. 1,5 kg) wird mit dem persönlichen Lieblingsrub eingerieben, bei mir wie so oft Salz, Pfeffer, brauner Zucker, Knoblauchpulver, Kreuzkümmel (Cumin), Cayennepfeffer und Paprikapulver. 
Im Smoker wird der Braten dann nach den üblichen Regeln der Kunst vergrillt, also bei 100 bis 120 °C bis zu einer Kernetmperatur von 75 °C.
Befeuert wurde mit Holzkohle-Briketts, in der ersten Stunde kamen zum Räuchern in paar Buchenholzscheite dazu. Die alte Faustregel “Pro Pfund eine Stunde” hat hier einigermaßen gestimmt; nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden war der Nacken fertig. Ein Bratenthermometer ist für Vergrillungen dieser Art übrigens unbedingt notwendig, sonst wird das Grillen zum Blindflug.
Fürs Abendessen fiel auch noch etwas ab, der Rest kam über Nacht in den Kühlschrank, um am nächsten Morgen aufgeschnitten zu werden. Der Braten wurde ob seiner Saftigkeit allenthalben gelobt, und auch die leichte Räuchernote fand allgemeinen Anklang. Dazu kann ich den Honig-Dijon-Senf von Maille wärmstens empfehlen, er paßt im Geschmack hervorragend.
Wohl bekomm’s!
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Danke für den Tipp. Zu mal fürs Abendessen anscheinend auch noch etwas abfällt.